Epithalon

Langlebigkeit

Telomerase-aktivierendes Peptid für zelluläre Verjüngung und Langlebigkeit

Auch bekannt als: Epitalon, Epithalone, AGAG

Forschungsstand
Frühe klinische Phase
Phase 1-2 Studien am Menschen
Typische Dosis
5-10 mg täglich
Häufigkeit
1x täglich
Zyklusdauer
10-20 Tage pro Zyklus
Verabreichung
2 Wege

Verfasst von

Thomas Bergmann

Thomas Bergmann

Chefredakteur

Medizinisch geprüft von

Stefan Weber

Stefan Weber

Leitender Fachredakteur

Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2026

Hinweis: Diese Informationen dienen nur Bildungszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Mehr erfahren

Was ist Epithalon?

Epithalon ist ein synthetisches Tetrapeptid (Ala-Glu-Asp-Gly), das auf Basis des natürlichen Epithalamin entwickelt wurde. Es wird für seine potenziellen Anti-Aging-Eigenschaften erforscht, insbesondere seine Fähigkeit, die Telomerase zu aktivieren - ein Enzym, das die Telomere (Schutzkappen der Chromosomen) verlängert. Es wurde ursprünglich vom russischen Wissenschaftler Vladimir Khavinson entwickelt.

Wirkungsmechanismus

Epithalon aktiviert das Enzym Telomerase, das die Telomere an den Chromosomenenden verlängern kann. Verkürzte Telomere sind mit zellulärer Alterung assoziiert. Zusätzlich soll Epithalon die Melatoninproduktion der Zirbeldrüse normalisieren, was den zirkadianen Rhythmus und den Schlaf verbessern kann. Es zeigt auch antioxidative Eigenschaften.

Potenzielle Vorteile

  • Potenzielle Aktivierung der Telomerase
  • Mögliche Verlangsamung zellulärer Alterung
  • Verbesserung der Schlafqualität
  • Normalisierung des zirkadianen Rhythmus
  • Antioxidative Eigenschaften
  • Mögliche Verbesserung der Immunfunktion

Dosierungsprotokoll

Dosisbereich

5-10 mg täglich (Bereich: 5-10 mg)

Häufigkeit

1x täglich

Ladephase (optional)

Keine Ladephase erforderlich

Erhaltungsdosis

5-10 mg täglich für 10-20 Tage

Zyklusempfehlung

10-20 Tage an, dann 4-6 Monate Pause; 2-3 Zyklen/Jahr

Verabreichungswege

  • Subkutan (unter die Haut)
  • Intramuskulär (in den Muskel)

Hinweis

Typisches Protokoll: 10 mg täglich für 10-20 Tage, dann 4-6 Monate Pause. Einige Protokolle empfehlen 2-3 Zyklen pro Jahr.

Mögliche Nebenwirkungen

  • Allgemein als sehr gut verträglich beschrieben
  • Gelegentliche Müdigkeit
  • Leichte Kopfschmerzen (selten)
  • Reaktionen an der Injektionsstelle möglich

Kontraindikationen

  • Aktive Krebserkrankungen (theoretisches Risiko)
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche
  • Autoimmunerkrankungen (Vorsicht)

Wissenschaftliche Studien

Peptide promotes longevity and restoration of neuroendocrine system in elderly people

Khavinson VK, et al.Bulletin of Experimental Biology and Medicine (2003)

Russische Studie zeigte verbesserte Melatoninproduktion und neuroendokrine Funktion bei älteren Probanden.

PubMed ansehen

Epitalon peptide induces telomerase activity and telomere elongation in human somatic cells

Khavinson VK, et al.Bulletin of Experimental Biology and Medicine (2003)

In-vitro-Studie demonstrierte Telomerase-Aktivierung und Telomerverlängerung in menschlichen Zellen.

PubMed ansehen

Effect of Epithalamin on the lifespan increase in Drosophila melanogaster

Anisimov VN, et al.Mechanisms of Ageing and Development (2001)

Tierexperimentelle Studie zeigte verlängerte Lebensspanne bei mit Epithalamin behandelten Fruchtfliegen.

PubMed ansehen

Häufig gestellte Fragen

Was ist Epithalon?
Epithalon ist ein Tetrapeptid, das die Telomerase aktivieren und die Melatoninproduktion normalisieren soll - erforscht für Anti-Aging-Eigenschaften.
Wie wird Epithalon dosiert?
5-10 mg täglich für 10-20 Tage, dann 4-6 Monate Pause. Die meisten führen 2-3 Zyklen pro Jahr durch.

Lagerung

Temperatur
Lyophilisiert: -20°C bis 4°C; Rekonstituiert: 2-8°C
Rekonstitution
Mit bakteriostatischem Wasser oder sterilem Wasser
Haltbarkeit
Lyophilisiert: 2+ Jahre; Rekonstituiert: 2-4 Wochen gekühlt
Vollständige Lagerungsanleitung

Häufige Kombinationen

Medizinischer Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich zu Bildungszwecken. Epithalon ist eine Forschungschemikalie und nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt.

Zuletzt aktualisiert: 2026-01-29

Geprüft von: stefan-weber