Epithalon
LanglebigkeitTelomerase-aktivierendes Peptid für zelluläre Verjüngung und Langlebigkeit
Auch bekannt als: Epitalon, Epithalone, AGAG
Verfasst von
Thomas Bergmann
Chefredakteur
Medizinisch geprüft von
Stefan Weber
Leitender Fachredakteur
Hinweis: Diese Informationen dienen nur Bildungszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Mehr erfahren
Was ist Epithalon?
Epithalon ist ein synthetisches Tetrapeptid (Ala-Glu-Asp-Gly), das auf Basis des natürlichen Epithalamin entwickelt wurde. Es wird für seine potenziellen Anti-Aging-Eigenschaften erforscht, insbesondere seine Fähigkeit, die Telomerase zu aktivieren - ein Enzym, das die Telomere (Schutzkappen der Chromosomen) verlängert. Es wurde ursprünglich vom russischen Wissenschaftler Vladimir Khavinson entwickelt.
Wirkungsmechanismus
Epithalon aktiviert das Enzym Telomerase, das die Telomere an den Chromosomenenden verlängern kann. Verkürzte Telomere sind mit zellulärer Alterung assoziiert. Zusätzlich soll Epithalon die Melatoninproduktion der Zirbeldrüse normalisieren, was den zirkadianen Rhythmus und den Schlaf verbessern kann. Es zeigt auch antioxidative Eigenschaften.
Potenzielle Vorteile
- Potenzielle Aktivierung der Telomerase
- Mögliche Verlangsamung zellulärer Alterung
- Verbesserung der Schlafqualität
- Normalisierung des zirkadianen Rhythmus
- Antioxidative Eigenschaften
- Mögliche Verbesserung der Immunfunktion
Dosierungsprotokoll
Dosisbereich
5-10 mg täglich (Bereich: 5-10 mg)
Häufigkeit
1x täglich
Ladephase (optional)
Keine Ladephase erforderlich
Erhaltungsdosis
5-10 mg täglich für 10-20 Tage
Zyklusempfehlung
10-20 Tage an, dann 4-6 Monate Pause; 2-3 Zyklen/Jahr
Verabreichungswege
- • Subkutan (unter die Haut)
- • Intramuskulär (in den Muskel)
Hinweis
Typisches Protokoll: 10 mg täglich für 10-20 Tage, dann 4-6 Monate Pause. Einige Protokolle empfehlen 2-3 Zyklen pro Jahr.
Mögliche Nebenwirkungen
- Allgemein als sehr gut verträglich beschrieben
- Gelegentliche Müdigkeit
- Leichte Kopfschmerzen (selten)
- Reaktionen an der Injektionsstelle möglich
Kontraindikationen
- Aktive Krebserkrankungen (theoretisches Risiko)
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Kinder und Jugendliche
- Autoimmunerkrankungen (Vorsicht)
Wissenschaftliche Studien
Peptide promotes longevity and restoration of neuroendocrine system in elderly people
Khavinson VK, et al. • Bulletin of Experimental Biology and Medicine (2003)
Russische Studie zeigte verbesserte Melatoninproduktion und neuroendokrine Funktion bei älteren Probanden.
PubMed ansehenEpitalon peptide induces telomerase activity and telomere elongation in human somatic cells
Khavinson VK, et al. • Bulletin of Experimental Biology and Medicine (2003)
In-vitro-Studie demonstrierte Telomerase-Aktivierung und Telomerverlängerung in menschlichen Zellen.
PubMed ansehenEffect of Epithalamin on the lifespan increase in Drosophila melanogaster
Anisimov VN, et al. • Mechanisms of Ageing and Development (2001)
Tierexperimentelle Studie zeigte verlängerte Lebensspanne bei mit Epithalamin behandelten Fruchtfliegen.
PubMed ansehenHäufig gestellte Fragen
Was ist Epithalon?
Wie wird Epithalon dosiert?
Lagerung
- Temperatur
- Lyophilisiert: -20°C bis 4°C; Rekonstituiert: 2-8°C
- Rekonstitution
- Mit bakteriostatischem Wasser oder sterilem Wasser
- Haltbarkeit
- Lyophilisiert: 2+ Jahre; Rekonstituiert: 2-4 Wochen gekühlt
Medizinischer Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich zu Bildungszwecken. Epithalon ist eine Forschungschemikalie und nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt.
Zuletzt aktualisiert: 2026-01-29
Geprüft von: stefan-weber